Die am schwersten auszusprechenden spanischen Gerichte für Ausländer

Fatima Shamssiantorfeh 5 min
Instituto Hispánico de Murcia - Die am schwersten auszusprechenden spanischen Gerichte für Ausländer

Die spanische Küche ist ein Fest für die Sinne. Ihre Aromen, Farben und Düfte haben Millionen von Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Aber… hast du jemals darüber nachgedacht, dass manche Namen dieser köstlichen Gerichte für Nicht-Spanischsprachige echte Zungenbrecher sind?

Wenn du jemals einen Ausländer gehört hast, der versucht, „gazpacho“ oder „fabada asturiana“ zu bestellen, ohne sich dabei die Zunge zu verknoten, weißt du genau, wovon wir sprechen. Also ziehen wir heute unsere Küchenschürze an, stecken die Serviette in den Kragen… und genießen (und sprechen aus!) gemeinsam die spanischen Gerichte, die für Ausländer am schwierigsten auszusprechen sind!

  1. Paella (ausgesprochen: pa-e-ja)
    Fangen wir mit einem Klassiker an. Paella ist wahrscheinlich das bekannteste spanische Gericht weltweit. Aber trotz des kurzen Namens ist es für viele eine echte Stolperfalle.
    Der Trick? Das „ll“ wird nicht wie ein deutsches „l“ oder „ll“ ausgesprochen, sondern wie ein weiches „j“: pa-e-ja. In vielen Ländern – besonders in englischsprachigen – hört man leider oft „pa-ella“ mit einem harten „ll“ – ein kulinarisches Verbrechen!
    💡Knuspriger Fakt: Eigentlich bedeutet „paella“ nicht das Gericht selbst, sondern die Pfanne, in der es zubereitet wird. Ja, theoretisch könntest du eine „Spaghetti-Paella“ machen – ob es gut schmeckt, ist eine andere Frage…
  2. Gazpacho (ausgesprochen: gath-pa-tscho, mit einem „z“ wie das englische „th“ in „think“)
    Diese kalte Suppe aus Andalusien ist eine Wohltat im Sommer – vorausgesetzt, man kann sie richtig aussprechen.
    Das Schwierige hier ist das spanische „z“, das in Spanien wie ein „th“ klingt. Es ist alsonicht„gas-patscho“, sondern eher „gath-pa-tscho“.
    🎯 Erfrischender Fakt: Gazpacho geht bis in die Römerzeit zurück – damals noch ohne Tomaten! Die kamen erst viel später aus Amerika. Ursprünglich bestand er aus Brot, Knoblauch, Essig und Olivenöl.
  3. Cocido (ausgesprochen: ko-thi-do)
    Dieser deftige Eintopf, typisch für Madrid und Kastilien, ist nicht nur schwer im Magen – auch bei der Aussprache gibt’s Hürden.
    Die „c“ vor dem „i“ klingt wie ein „th“, also „ko-thi-do“, nicht „ko-si-do“. Und das abschließende „d“ klingt weich – fast wie ein gehauchtes „th“.
    😋Wusstest du…?Der madrilenische Cocido wird traditionell in drei Gängen serviert: zuerst die Brühe, dann die Kichererbsen mit Gemüse, und zum Schluss das Fleisch. Dreifach lecker!
  4. Fabada asturiana (ausgesprochen: fa-ba-da)
    Keine fiesen Buchstaben hier – aber trotzdem eine Stolperfalle. Viele sagen „fajada“ oder „fabana“, vielleicht weil „bada“ so ungewohnt klingt… oder weil ihnen schon das Wasser im Mund zusammenläuft.
    Besonderheit: Die „fabes“ (große weiße Bohnen) sind das Herzstück dieses Gerichts. Sie haben sogar eine geschützte Herkunftsbezeichnung – und brauchen stundenlang zum Garen. Aber es lohnt sich!
  5. Churros (ausgesprochen: tschur-rrros)
    Wer liebt sie nicht – Churros mit heißer Schokolade? Aber auch hier wird’s knifflig, denn: die spanische Doppel-r ist ein echtes Zungentraining.
    Manche Touristen sagen „schurros“ oder „tschoros“ – aber korrekt ist ein gerolltes „rrr“ in der Mitte: „tschurrrros“.
    🔥Süßer Fakt: In Lateinamerika sind Churros oft dünner und gefüllt, in Spanien hingegen dick und zum Eintunken in dickflüssige Schokolade gedacht. Himmlisch!
  6. Tortilla española (ausgesprochen: tor-ti-ja)
    Die berühmte spanische Omelette – auch hier gilt: Vorsicht mit dem „ll“! Es klingt wie ein „j“, also nicht „tor-ti-la“, sondern „tor-ti-ja“.
    🎈Sprachfalle: In manchen Ländern bedeutet „tortilla“ einfach „Fladenbrot“ – viele Touristen waren überrascht, wenn ihnen eine dicke Kartoffel-Ei-Omelette serviert wurde!
  7. Patatas bravas (ausgesprochen: pa-ta-tas bra-vas)
    Sieht einfach aus, oder? Aber wenn der Kellner fragt: „Una de bravas?“, verstehen viele nicht.
    „Bravas“ klingt wie „wild“ oder „mutig“ – und das passt auch: Die Soße ist oft scharf, kräftig und mutig im Geschmack!
    🌶️Würziger Fakt: Jede Bar hat ihr eigenes Rezept für die Brava-Soße. Manche sind mild, andere bringen dich zum Weinen… aber alle sind lecker.
  8. Albóndigas (ausgesprochen: al-BON-di-gas)
    Hier wird’s trickreich: viele Silben, viele Möglichkeiten für Fehler. Manche sagen „abonigas“, andere „albóngidas“ oder sogar „albóni-gas“.
    Das Wort stammt übrigens aus dem Arabischen:al-bunduqa, was „Kügelchen“ oder „Kugel“ bedeutet – passend, oder?
    🧆Regionaltipp: In Spanien findest du Albóndigas in verschiedensten Varianten – mit Tomatensoße, Mandelsoße, Spinat oder sogar in einem Brötchen!
  9. Pulpo a la gallega (ausgesprochen: pool-po a la ga-je-ga)
    Wenn du „pulpo“ schon korrekt aussprechen kannst, bist du auf dem richtigen Weg. Aber „gallega“ bringt viele zum Straucheln.
    Das „ll“ ist wieder ein „j“, und das „g“ in der Mitte ist weich: also „ga-je-ga“. Nicht „ga-legga“!
    🐙Meerestipp: In Galicien nennt man das Gerichtpolbo á feira (auf Galicisch) – serviert auf einem Holzbrett mit Paprika, Olivenöl und grobem Salz. Einfach, rustikal und köstlich.
  10. Croquetas (ausgesprochen: kro-ke-tas)
    Kleine, frittierte Glücklichmacher. Aber auch ein schwieriges Wort – wegen dem „qu“-Laut in der Mitte.
    Viele sprechen es französisch aus (croqué-tas), andere verdrehen alles. Aber eigentlich ist es ganz einfach: „kro-ke-tas“, mit Betonung auf der mittleren Silbe.
    📢Küchentipp: In Spanien gibt’s sie mit allem – Schinken, Kabeljau, Pilzen, Ochsenschwanz, Spinat… oder mit Resten vom Sonntagsbraten. Sogar Tintenfisch in eigener Tinte!

Und… ist es wirklich so schwer, auf Spanisch Essen zu bestellen?

Am Anfang – vielleicht ein bisschen. Aber mit Übung, Humor und einem großen Appetit wird es immer einfacher.
Und das Schönste: Selbst wenn du ein Wort falsch aussprichst, verstehen die Spanier dich meistens trotzdem. Denn wenn es etwas gibt, das alle Regionen, Akzente und Dialekte in Spanien vereint, dann ist es die Liebe zum Essen – und die braucht keine perfekte Aussprache.

Und du? Welches spanische Gericht war für dich am schwierigsten auszusprechen?

Hast du eine lustige Geschichte über eine Essensbestellung auf Spanisch? Hast du schon mal „pollo“ wie „poyo“ gesagt? Oder „jamón“ mit „jabón“ verwechselt?
Erzähl es uns in den Kommentaren – oder teile diesen Artikel mit einem Freund, der immer noch nicht weiß, wie man „paella“ richtig sagt.
Denn ja – in Spanien essen wir viel, essen wir gut… und das mit Akzent!

Hat es Ihnen gefallen? Teilt es

GESCHRIEBEN VON Fatima Shamssiantorfeh
Einkaufswagen
Nach oben scrollen

Hallo zusammen, mein Name ist Gabriela. Ich bin Venezolanerin und Sozialkommunikatorin von Beruf und aus Leidenschaft. Als jemand, der vom Kommunikationsprozess begeistert ist, freue ich mich sehr, mit Menschen in Kontakt zu treten und eine warme, authentische Unterstützung zu bieten. In meiner Freizeit lese ich gerne, reise und entdecke neue Kulturen – Erfahrungen, die meine Sicht auf die Welt bereichern.

✨ Ich bin hier, um Ihnen bei allen Fragen zu helfen! ✨