Bildungsmission in schwierigen Zeiten: Wie das Instituto Hispánico de Murcia der COVID-19-Krise begegnete

Carmen Hernández 6 min
Instituto Hispánico de Murcia - Bildungsmission in schwierigen Zeiten: Wie das Instituto Hispánico de Murcia der COVID-19-Krise begegnete

Liebe Freunde, Studierende, Familien, Partner und Träumer der spanischen Sprache,

Es gibt Momente in der Geschichte, in denen die Welt stillzustehen scheint. Im März 2020, als sich COVID-19 auf der ganzen Welt auszubreiten begann, hatten viele von uns das Gefühl, dass sich etwas Grundlegendes veränderte. Unsicherheit, Angst und Sorge um die Gesundheit wurden Teil unseres Alltags. Doch ebenso traten Empathie, Anpassungsfähigkeit, Verantwortung und vor allem Hoffnung in unser Leben.

Am Instituto Hispánico de Murcia entschieden wir uns, dieser neuen Herausforderung mit einer klaren Haltung zu begegnen: Weder Angst noch Chaos würden uns davon abhalten, unsere Mission fortzusetzen, Spanisch mit Leidenschaft und Nähe zu unterrichten. Wie Franklin D. Roosevelt einmal sagte: „Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Angst selbst.“ Und genau das wurde zu unserem Leitsatz in diesen unsicheren Tagen.

Eine notwendige Pause, eine schnelle Reaktion

Sobald wir erkannten, dass die COVID-19-Situation außergewöhnliche Maßnahmen erforderte, war uns klar, dass wir entschlossen und menschlich handeln mussten. Die spanische Regierung forderte Verantwortung, und wir reagierten ohne Zögern: Ab dem 16. März 2020 fanden alle unsere Kurse online statt. Wir schlossen vorübergehend die physischen Türen unserer Klassenzimmer, öffneten jedoch umso stärker die digitalen Türen des Lernens.

War das einfach? Nein. War es notwendig? Absolut.

Wir wussten, dass der Schutz der Gesundheit und des Wohlbefindens unserer Studierenden, Lehrkräfte, Gastfamilien und Verwaltungsmitarbeiter oberste Priorität hatte. Unsere Entscheidung beruhte nicht auf Angst, sondern auf Verantwortung gegenüber unserer Bildungsgemeinschaft und der Gesellschaft.

Vom Klassenzimmer zum Bildschirm: Neuanfang in Rekordzeit

Stellen wir uns unsere Lehrkräfte vor: gewohnt daran, sich im Klassenzimmer zu bewegen, zu gestikulieren, mit Sprache zu spielen und ihren Schülern in die Augen zu sehen… und plötzlich vor einem Bildschirm zu sitzen, mit einer Tasse Kaffee auf dem Tisch, Kopfhörern auf den Ohren und einem ebenso warmen Lächeln – nur digital.

Die Tage vor dieser Umstellung waren intensiv: Wir bereiteten uns vor, führten technische Tests durch, organisierten Zeitpläne neu, schulten das gesamte Team und… wagten den Sprung in die Online-Welt. Mit Begeisterung, Energie und großer Motivation, weiterhin mit unseren Studierenden verbunden zu bleiben – egal, wo auf der Welt sie sich befanden.

Denn das Instituto Hispánico de Murcia ist nicht nur ein Ort zum Spanischlernen. Es ist eine Erfahrung, eine Familie, ein Netzwerk von Menschen, verbunden durch die Liebe zu Sprachen, Kulturen und gemeinsamen Geschichten.

Technologie mit Herz: Unsere Online-Kurse

Wir wollten nicht einfach nur Videokonferenzen oder E-Mail-Aufgaben anbieten. Wir wollten, dass das Online-Lernen genauso lebendig, interaktiv und dynamisch ist wie der Unterricht vor Ort. Deshalb gestalteten wir unsere Kurse mit Spielen, Videos, Diskussionen, Herausforderungen und viel Lachen.

Die Studierenden konnten sich aus ihren Zimmern in Berlin, einem sonnigen Wohnzimmer in Stockholm, einer Terrasse in Rom oder einem ruhigen Café in Tokio einloggen (mit stabiler Internetverbindung, versteht sich). Die Bildschirme füllten sich mit Akzenten, neugierigen Fragen, Grammatikzweifeln und Begeisterung. Denn Sprache ist auch ein Mittel, sich zu verbinden, Brücken zu bauen und sich weniger allein zu fühlen.

Für Studierende in Murcia, die aufgrund der Einschränkungen nicht in ihre Heimatländer zurückkehren konnten, organisierten wir individuelle Tutorien, emotionale Unterstützungsangebote und virtuelle Treffen, damit niemand zurückgelassen wurde. Niemand blieb allein. Niemand blieb ohne Lernen.

Hinter den Kulissen: Unser Team

Während die Lehrkräfte von zu Hause unterrichteten, passte sich auch das Verwaltungsteam flexibel an. Wir führten flexible Arbeitszeiten ein, um sowohl die Betreuung der Studierenden als auch die persönlichen Bedürfnisse jedes Teammitglieds zu berücksichtigen.

Interne Meetings fanden über Zoom statt. E-Mails nahmen stark zu. WhatsApp wurde unser wichtigstes Kommunikationsmittel. Und trotz Stress und Belastung blieb eines erhalten: unser Humor.

Denn das Instituto Hispánico de Murcia zeichnet sich durch Nähe, Wärme und Freude an der Arbeit aus. Und das verschwindet nicht durch eine Pandemie – im Gegenteil: Es wird stärker.

Auf uns achten, um andere zu schützen

Von Anfang an gaben wir unseren Studierenden eine klare Botschaft: Passt auf euch auf. Bleibt zu Hause. Seid verantwortungsbewusst. Befolgt die gesundheitlichen Empfehlungen. Haltet Abstand und bewahrt Ruhe.

Spanien zeigte erneut seine Anpassungsfähigkeit, seine Stärke und seine Solidarität. Mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt und einer Bevölkerung, die verantwortungsvoll handelte, wurde das Land zu einem Beispiel für Zusammenhalt.

Auch in Murcia war diese Mischung aus Vorsicht und Hoffnung spürbar. Die Straßen waren leer, doch die Balkone füllten sich mit Applaus, Musik und Leben. Denn selbst in den schwierigsten Momenten stehen Kultur, Sprache und menschliche Verbindung nicht still.

Was wir daraus gelernt haben

Heute, im Rückblick, können wir sagen, dass uns diese Zeit viel gelehrt hat. Wir haben gelernt, dass Lernen keine Grenzen kennt. Dass Technologie ein wertvoller Verbündeter sein kann, wenn sie kreativ eingesetzt wird. Dass Krisen das Beste in Menschen hervorbringen können, wenn man zusammenarbeitet. Und dass Bildung auch in schwierigen Zeiten ein Werkzeug für Hoffnung bleibt.

Unsere Studierenden haben in diesen Monaten nicht nur Spanisch gelernt: Sie haben gelernt, sich selbst zu vertrauen, sich anzupassen und neue Kommunikationsformen zu nutzen. Viele schrieben uns Dankesnachrichten, die uns bis heute berühren.

Heute gehen wir gestärkt weiter

Seitdem hat sich das Instituto Hispánico de Murcia weiterentwickelt. Heute verbinden wir Präsenzunterricht mit Online-Kursen und bewahren dabei dieselbe Qualität, Energie und Leidenschaft wie immer.

Die Pandemie hat uns herausgefordert, aber auch vereint. Und nun gehen wir mit mehr Erfahrung, mehr Werkzeugen und noch größerer Motivation voran.

Vielen Dank an alle, die Teil dieser Zeit waren: an die Studierenden, die uns vertrauten, an die Lehrkräfte, die sich kreativ anpassten, an das gesamte Team und an alle, die diese kleine große Familie unterstützt haben.

Denn eine Sprache zu lernen bedeutet nicht nur Grammatik zu studieren: Es bedeutet zu leben, zu fühlen und zu teilen.

Und das ist – selbst in Zeiten einer Pandemie – weiterhin möglich.

Mit herzlichen Grüßen
Felipe Espada
CEO des Instituto Hispánico de Murcia

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GESCHRIEBEN VON Carmen Hernández
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Hallo zusammen, mein Name ist Gabriela. Ich bin Venezolanerin und Sozialkommunikatorin von Beruf und aus Leidenschaft. Als jemand, der vom Kommunikationsprozess begeistert ist, freue ich mich sehr, mit Menschen in Kontakt zu treten und eine warme, authentische Unterstützung zu bieten. In meiner Freizeit lese ich gerne, reise und entdecke neue Kulturen – Erfahrungen, die meine Sicht auf die Welt bereichern.

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